Tagesausflug von Lissabon - Sintra und Cabo da Roca
Für einen Tagesausflug etwas außerhalb von Lissabon empfiehlt sich Sintra sehr. Die Kleinstadt befindet sich rund 25 Kilometer westlich von Portugals Hauptstadt in der Hügellandschaft Serra de Sintra, umgeben von dichten Pinienwäldern.
Während erste Funde menschlicher Siedlungen bereits auf die Altsteinzeit zurückzuführen sind und auch Spuren römischer Zeit in Sintra gefunden wurden, weisen Aufzeichnungen darauf hin, dass die Mauren seit dem Jahr 711 in Sintra lebten. In den folgenden Jahrhunderten gab es in der Kleinstadt wechselnde Eroberungen durch christliche und muslimische Herrscher bis Sintra 1147 durch Alfons I. endgültig in portugiesische Hände fiel. Im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte weckte Sintra immer größer werdendes Interesse bei Portugals Oberschicht. Das ist nicht zuletzt auf das dort herrschende milde Mikroklima, bedingt durch die hohe Lage der Stadt zurückzuführen, welches eine Pflanzenvielfalt ermöglicht, die in der Umgebung so nicht zustand kommt.
So diente Sintra viele Jahrhunderte als Sommerresidenz der portugiesischen Könige und ist geprägt von zahlreichen malerischen Palästen und Villen mit wunderschönen Parkanlagen. Außerdem ist die Kulturlandschaft Sintra aufgrund des perfekten Zusammenspiels der tollen Landschaft mit den beachtlichen Bauwerken, die einen einzigartigen Anblick bieten, seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe.

Einer dieser pittoresken Paläste ist der Palácio Nacional de Sintra, der vom 14. bis zum 20. Jahrhundert als königliche Sommerresidenz diente. Er gilt als das Wahrzeichen Sintras und wird als Paradebeispiel eines mittelalterlichen Königspalastes Portugals gesehen. Erstmals erwähnt wurde der Palast im 10. Jahrhundert als maurisches Alcázar. Nach der endgültigen Eroberung Sintras durch die Portugiesen ließ König Diniz seinen Palast auf dem Fundament des Alcázars errichten.

Im Laufe der Zeit wurde er beispielweise im 15. Jahrhundert von João I. zu einer königlichen Sommerresidenz ausgebaut und von König Manuel I. erweitert und ein zusätzlicher Flügel im manuelinischen Stil angebaut. Im 16. Jahrhundert erfolgte durch João III. eine Einrichtung der Räumlichkeiten im Renaissance Stil. Infolge des großen Erdbebens von 1755 mussten große Teile des Palastes wieder aufgebaut werden, was im alten Stil erfolgte.

Dahingehend wurden auch die 33 Meter hohen markanten, konischen Küchenschornsteine ergänzt. Heute bildet der Palácio Nacional de Sintra ein beeindruckendes Bauwerk das zahlreiche Baustile wie dem Mudéjar Stil, Manuelinik und Renaissance miteinander vereint und durch portugiesische Stilgeschichte führt. Auch findet man hier viele wunderschöne Azulejos vor.

Ein weiterer wunderschöner Palast der besonders hervorsticht ist der Palácio Nacional da Pena, der auf dem Gipfel eines Felsmassivs aus Granit im Serra de Sintra Gebirge steht und nebem dem Palácio Nacional de Sintra als Wahrzeichen Sintras gilt. Ursprünglich stand hier eine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, die im 16. Jahrhundert zu einem Männerkloster ausgebaut wurde. Der Palast wurde letztlich auf den Ruinen des Klosters, das vom großen Erdbeben von 1755 zerstört wurde, gebaut. Erbaut wurde der Palácio Nacional da Pena 1840-1854 von Ferdinand II., Gemahl der damaligen portugiesischen Königin Maria II., der von der Landschaft Sintras sehr angetan war und den Palast von seinem Privatvermögen finanzierte.
Das faszinierende Bauwerk wirkt wie ein Märchenschloss mit prächtigem Schlosspark in atemberaubender Lage und verbindet zahlreiche Baustile miteinander wobei man romanische, maurische, gotische, barocke, manuelinische Elemente sowie Verzierung der Renaissance und Rokoko an und im Palast vorfinden kann. Besonders auffällig sind die vielen Türme, Terrassen und Zinnen die die Fassade des farbenfrohen Palastes prägen, der in Gelb-, Blau- und Rottönen erstrahlt.
Zudem erhält man vom Palast einen tollen Blick auf die Umgebung. Aber auch die prunkvollen Räumlichkeiten mit ihrer Inneneinrichtung haben viel zu bieten und sind zum Großteil noch in ihrem Originalzustand erhalten.
Du suchst noch nach einem passenden Daypack für deinen nächsten Städtetrip oder einen passenden Wanderrucksack oder Trekkingrucksack für deine nächste Tour? Dann bist du bei GetYourBackpack genau richtig - schau dir gerne unsere vorgestellten Rucksäcke an.
Cabo da Roca

Rund 18 Kilometer weiter westlich von Sintra und knapp 40 Kilometer von Lissabon entfernt liegt mit dem Cabo da Roca, zu deutsch Felsenkap, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes. Das Cabo da Roca liegt wie die Serra de Sintra im Naturpark Sintra-Cascais.
Hier trifft der Atlantik auf eine 140 Meter steile Klippe, die sich kilometerlang entlang des Meeres erstreckt, mit eher karger Landschaft an der gerne mal ein rauer Wind weht. An den Steilhängen kann man zudem seltene Wander- und Turmfalken beim Nisten beobachten.
Wahrzeichen der Region ist der dort befindliche 22 Meter hohe Leuchtturm, der zwischen 1758 und 1772 erbaut wurde und zu den ältesten Leuchttürmen in Portugal zählt. Von der Steilküste bieten sich tolle Blicke auf den Atlantik.
Außerdem gibt es hier einige Naturstrände, die man besuchen kann sowie tolle Wanderwege, die entlang der Küste führen. Gerade bei Sonnenuntergang ergeben sich hier tolle Augenblicke. Ein weiterer schöner Wanderweg führt von Sintra nach Cabo da Roca.





Kommentare